Was kostet eine virtuelle Assistenz? Preise & Modelle 2026
Was kostet eine virtuelle Assistenz? Echte Stundensätze, drei Preismodelle, ein Rechenbeispiel und der ehrliche Vergleich zur Festanstellung.
Jede Stunde, die du selbst mit Postfach, Terminen und Rechnungen verbringst, ist eine Stunde, die nicht in Verkauf, Beratung oder Strategie fließt — und genau das ist der teuerste Posten, der auf keiner Rechnung steht. Was kostet eine virtuelle Assistenz also wirklich, und ab wann rechnet sie sich gegen diese versteckten Kosten? Hier sind ehrliche Zahlen für den deutschsprachigen Raum (Stand 2026), die drei gängigen Preismodelle, ein Rechenbeispiel und eine klare Entscheidungshilfe.
Die kurze Antwort
Für deutschsprachige, qualifizierte virtuelle Assistenz solltest du mit rund 15 bis 25 € pro Stunde rechnen. Die meisten Unternehmer starten mit 10 bis 20 Stunden im Monat — das sind grob 150 bis 500 € monatlich, je nach Aufgaben und Modell.
Definition: Eine virtuelle Assistenz ist eine selbstständige oder über eine Agentur vermittelte Fachkraft, die Büro- und Backoffice-Aufgaben remote erledigt. Bezahlt wird nur die tatsächlich geleistete Zeit — ohne Lohnnebenkosten, Arbeitsplatz oder Leerlauf.
Wichtig: Der Stundensatz allein sagt wenig. Entscheidend ist, wie viele deiner eigenen Stunden du zurückbekommst und was diese Stunden bei dir wert sind. Wer den Tagessatz seiner eigenen Arbeit kennt, sieht schnell, dass 20 € für eine delegierte Stunde fast immer das günstigere Geschäft sind.
Die drei Preismodelle im Überblick
| Modell | Typischer Preis | Risiko bei dir |
|---|---|---|
| Freelance-VA (Einzelperson) | ~15–22 €/h | Auswahl, Einarbeitung, Ausfall ohne Vertretung |
| VA über eine Agentur | ~18–25 €/h oder Paket | gering — Auswahl & Vertretung übernimmt das Team |
| Offshore-VA (z. B. Philippinen) | 8–15 €/h | Sprache, Zeitzone, Datenschutz |
1. Freelance-VA (Einzelperson) — günstig und direkt. Du trägst dafür selbst das Risiko: Auswahl, Einarbeitung, und wenn die Person krank ist oder kündigt, stehst du ohne Vertretung da.
2. VA über eine Agentur — pro Stunde etwas teurer, dafür übernimmt die Agentur das individuelle Matching, sorgt für Vertretung bei Ausfall und sichert über feste Ansprechpartner und regelmäßige Qualitätskontrolle im Team die Verlässlichkeit. Sinnvoll, wenn dir Kontinuität wichtiger ist als der letzte Euro. Strandschicht arbeitet seit 2009 nach diesem Modell mit ausgebildeten, deutschsprachigen Teammitgliedern.
3. Offshore-VA (z. B. Philippinen, Osteuropa) — deutlich günstiger, aber rechne realistisch mit Themen bei deutscher Sprache, Zeitzone, kulturellem Kontext und Datenschutz. Für rein englischsprachige, klar abgegrenzte Aufgaben kann es passen — für deutschen Kundenkontakt selten.
Was den Preis beeinflusst
Vier Faktoren entscheiden, wo du innerhalb der Spanne landest:
- Komplexität: Termin- und Postfachpflege ist günstiger als Buchhaltungsvorbereitung, CRM-Aufbau oder Recherche.
- Sprache & Kundenkontakt: Direkter deutscher Kundenkontakt kostet mehr als reine interne Zuarbeit.
- Kontinuität: Feste monatliche Pakete sind pro Stunde meist günstiger als spontane Einzelstunden.
- Einarbeitung: Gut dokumentierte Abläufe senken die Kosten — schlecht erklärte Aufgaben kosten doppelt.
Ein Hinweis zu den Tools: Eine virtuelle Assistenz bringt ihre Standard-Bürosoftware selbst mit. Soll sie in deinen eigenen Systemen arbeiten — CRM, Buchhaltung, Projekt-Tools — stellst du ihr dafür einen Zugang bereit, oft als zusätzliche Nutzerlizenz. Diese kleinen Lizenzkosten gehören in deine Gesamtrechnung, sind aber meist überschaubar.
Der ehrliche Vergleich zur Festanstellung
Eine Teilzeitkraft im Büro für „nur" 2.000 € brutto kostet dich in Wahrheit deutlich mehr als der Betrag auf dem Vertrag:
- + ca. 21–23 % Arbeitgeber-Sozialabgaben (Renten-, Kranken-, Pflege-, Arbeitslosenversicherung inkl. Umlagen) ≈ +460 € → rund 2.460 € pro Monat — noch ohne Arbeitsplatz, Hardware, Software und Recruiting.
- Urlaub, Krankheit, Feiertage: bezahlt, aber ohne Output.
- Leerlauf: kaum jemand ist 100 % der bezahlten Zeit produktiv.
Einen guten Überblick über diese Zusatzkosten gibt der Artikel zu Lohnnebenkosten auf Wikipedia. Effektiv landest du bei einer Festanstellung schnell bei 35 bis 50 € pro tatsächlich produktiver Stunde — und dieser Fixkostenblock läuft jeden Monat, ob Auslastung da ist oder nicht. Eine VA bezahlst du dagegen nur für geleistete Stunden. Genau deshalb rechnet sich eine VA fast immer, solange dein Bedarf unter rund 20–25 Wochenstunden liegt. Die vollständige Gegenüberstellung findest du unter virtuelle Assistenz vs. Festanstellung.
Rechenbeispiel: 15 Stunden im Monat
Angenommen, du gibst 15 Stunden pro Monat ab — Postfach, Terminkoordination, Reisebuchung, einfache Buchhaltungsvorbereitung:
- 15 h × 20 € = 300 € im Monat, nur für geleistete Arbeit.
- Du gewinnst 15 Stunden zurück. Ist deine eigene Stunde im Verkauf oder in der Beratung 100 € wert, stehen den 300 € Kosten ein Gegenwert von rund 1.500 € an freigespielter Zeit gegenüber.
- Kein Recruiting, keine Lohnnebenkosten, keine Bindung — monatlich kündbar und im 15-Minuten-Takt abgerechnet.
Selbst konservativ gerechnet kippt die Bilanz fast immer zugunsten der Delegation, sobald deine eigene Stunde mehr wert ist als der VA-Stundensatz.
Wann sich eine VA rechnet — kurze Entscheidungshilfe
- Du verbringst mehrere Stunden pro Woche mit Bürokram, der dich nicht voranbringt? → Ja.
- Deine eigene Stunde ist im Verkauf, in der Beratung oder in der Führung deutlich mehr wert als der VA-Satz? → Klar ja.
- Du brauchst dauerhaft eine volle Stelle vor Ort mit physischer Präsenz? → Dann ist eine Festanstellung passender.
- Du hast noch keine klaren, wiederkehrenden Aufgaben? → Erst delegierbare Aufgaben sammeln, dann starten.
Eine einfache Faustregel: Wenn eine VA dir pro Monat mehr Stunden zurückgibt, als sie kostet — gemessen am Wert deiner eigenen Zeit — ist die Entscheidung klar. Den großen Zusammenhang liefert der komplette Ratgeber zur virtuellen Assistenz.
Konkrete Zahl statt Spanne
Wenn du eine belastbare Zahl für deinen Fall willst, statt einer Spanne, trägst du im VA-Kostenrechner deine wöchentliche Admin-Zeit ein und siehst, was sie dich aktuell wirklich kostet — und was eine virtuelle Assistenz daran ändern würde. Und wenn du lieber direkt sprichst: Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir gemeinsam, welche Aufgaben sich bei dir lohnen, wie viele Stunden realistisch sind und mit welchem monatlichen Budget du rechnen solltest — unverbindlich und ohne Bindung.
Häufige Fragen
Was kostet eine virtuelle Assistenz pro Stunde?
Für deutschsprachige, qualifizierte virtuelle Assistenz liegen die Stundensätze meist bei rund 15 bis 25 € pro Stunde. Einfache Datenpflege ist günstiger, spezialisierte Aufgaben wie Buchhaltungsvorbereitung, CRM-Pflege oder Recherche liegen am oberen Rand. Offshore-VAs (z. B. Philippinen) sind mit 8–15 € günstiger, dafür mit Themen bei Sprache, Zeitzone und Datenschutz.
Wie viel kostet eine virtuelle Assistenz im Monat?
Die meisten Unternehmer starten mit 10 bis 20 Stunden pro Monat. Bei 15 bis 25 € pro Stunde sind das grob 150 bis 500 € monatlich. Wächst das Vertrauen, kommen oft 20 bis 40 Stunden dazu. Du zahlst nur für tatsächlich geleistete Stunden — keine Lohnnebenkosten, kein Leerlauf.
Ist eine virtuelle Assistenz günstiger als eine Festanstellung?
Pro produktiver Stunde meist ja. Bei einer Festanstellung zahlst du nicht nur das Bruttogehalt, sondern auch rund 21–23 % Arbeitgeber-Sozialabgaben, dazu Urlaub, Krankheit, Arbeitsplatz und Leerlaufzeiten. Effektiv landest du oft bei 35 bis 50 € pro produktiver Stunde. Eine VA bezahlst du nur für geleistete Stunden — das lohnt sich vor allem unterhalb von etwa 20–25 Wochenstunden Bedarf.
Agentur oder Freelancer — was kostet mehr?
Eine Agentur ist pro Stunde oft etwas teurer als ein einzelner Freelancer, übernimmt dafür Auswahl, individuelles Matching, Vertretung bei Ausfall und regelmäßige Qualitätskontrolle im Team. Ein Freelancer ist günstiger, aber du trägst Auswahl- und Ausfallrisiko selbst.
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